Statuten

Angenommen von der Mitgliederversammlung am 20.11.1980 (Modifikationen angenommen von der Mitgliederversammlung am 26.5.1984, am 9.6.90, am 8.5.93, am 6.5.95, am 4.5.96 und am 1.6.07).

 

ART. 1   Name

1.1 Unter dem Namen Schweizerische Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie (Société Suisse de Neurophysiologie Clinique, Società Svizzera di Neurofisiologia Clinica) besteht ein Verein gemäss Art. 60 ff ZGB mit Sitz am Wohnort der Geschäftsstelle.

 

ART. 2   Zweck

2.1 Die Gesellschaft dient der Förderung der klinischen Neurophysiologie in der Schweiz. Sie vereinigt diejenigen Ärzte, Neurobiologen und Ingenieure, die sich mit dieser Disziplin befassen. Sie ist Mitglied der International Federation of Clinical Neurophysiology (IFCN).

 

ART. 3   Mitgliedschaft

3.1 Die Mitgliedschaft steht Ärzten, Neurobiologen und Ingenieuren offen, welche die unter 3.2 genannten Bedingungen erfüllen.

3.2 Es bestehen folgende Mitgliederkategorien:

 

3.2.1 Ordentliche Mitglieder:

Spezialärzte FMH für Neurologie, Neurochirurgie, Pädiatrie und Psychiatrie, bzw. in der Schweiz tätige Ärzte mit einem gleichwertigen ausländischen Facharzttitel, die die Ausbildungsrichtlinien der Gesellschaft in klinischer Neurophysiologie erfüllen. Spezialärzte FMH für Radiologie mit Schwerpunkt diagnostische Neuroradiologie, Spezialärzte FMH für Nuklearmedizin (bzw. in der Schweiz tätige Ärzte mit einem gleichwertigen ausländischen Facharzttitel) mit spezifischem Interesse an funktioneller Bildgebung des Nervensystems und Nachweis einer entsprechenden einjährigen Tätigkeit (Die bisherigen ordentlichen Mitglieder, welche diese Bedingungen bei Inkraftsetzten dieser Statuten nicht erfüllen, behalten ihre ordentliche Mitgliedschaft).

Auf speziellen Antrag des Vorstandes steht die ordentliche Mitgliedschaft auch Ärzten, Neurobiologen und dipl. Hochschulingenieuren offen, deren ausschliessliche Tätigkeit sich mit Forschung in klinischer Neurophysiologie befasst. Für die Aufnahme ist eine Mehrheit von 2/3 der anwesenden Stimmen erforderlich .

               

3.2.2 Ausserordentliche Mitglieder:

Ärzten, die 3.2.1 nicht erfüllen und Nicht-Medizinern mit abgeschlossener Hochschulbildung, die auf dem Gebiet der Gesellschaft in der Schweiz tätig sind oder - wenn sie im Ausland tätig sind - mit der Gesellschaft engere Beziehungen haben, steht die ausserordentliche Mitgliedschaft offen.

Ingenieure und Techniker ohne Hochschulbildung können mit 2/3 der abgegebenen Stimmen aufgenommen werden.

               

3.2.3 Korrespondierende Mitglieder:

Ausländer, die besonders enge Beziehungen zur Gesellschaft haben, können durch Beschluss der Mitgliederversammlung als korrespondierende Mitglieder aufgenommen werden. Ihre Zahl ist auf 10% der ordentlichen Mitglieder beschränkt.

 

3.2.4 Ehrenmitglieder:

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung können Personen zu Ehrenmitgliedern ernannt werden, die sich um die Ziele der Gesellschaft besonders verdient gemacht haben.

3.2.5 Ehrenmitglieder und korrespondierende Mitglieder sind den ordentlichen Mitgliedern gleichgestellt, sind aber von Beitragsleistungen befreit.

 

ART. 4   Eintritt

Anmeldung         

4.1 Die Anmeldungen zum Beitritt sind schriftlich an den Präsidenten zu richten, begleitet von schriftlichen Empfehlungen durch zwei ordentliche Mitglieder der Gesellschaft.

4.2 Der Vorstand prüft die Anmeldungen und stellt Antrag an die Mitgliederversammlung.

Aufnahme            

4.3 Über die Aufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung.

4.4 Eine Ablehnung des Gesuches bedarf keiner Begründung und kann nicht weitergezogen werden.

 

ART. 5   Austritt

5.1 Der Austritt ist schriftlich auf Ende des Kalenderjahres zu erklären. Mitglieder, welche trotz Mahnungen mit drei Jahresbeiträgen im Rückstand sind, gelten als ausgetreten.

5.2 Der Ausschluss von Mitgliedern kann durch die Mitgliederversammlung auf Antrag des Vorstandes erfolgen. Dieser Beschluss erfordert Zustimmung von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder.

 

ART. 6  Organisation

6.1 Die Organe der Gesellschaft sind

- die Mitgliederversammlung

- der Vorstand

- die Kommissionen

- die Kontrollstelle

 

ART. 7  Mitgliederversammlung

7.1 Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung

7.2 Eine ordentliche Mitgliederversammlung findet jährlich mindestens

einmal auf Einladung durch den Vorstand statt. Traktandenliste und Wahlvorschläge müssen den Mitgliedern spätestens 14 Tage vor der Versammlung zugestellt werden.

7.3 Ausserordentliche Versammlungen können vom Vorstand oder auf

Wunsch von 1/5 der Mitglieder einberufen werden. Sie müssen innerhalb sechs Wochen nach Antragstellung erfolgen.

7.4 Über Gegenstände, die nicht ausdrücklich unter den Traktanden erwähnt sind, kann nur abgestimmt werden, wenn ein Antrag mindestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung dem Präsidenten eingereicht wurde, es sei denn, dass alle anwesenden Vorstandsmitglieder und die Mehrheit der Mitgliederversammlung mit der sofortigen Beschlussfassung einverstanden sind. Solche Beschlüsse können von jedem ordentlichen Mitglied innert einer Woche nach Erhalt des Protokolls angefochten und in der nächsten Sitzung wieder aufgebracht werden. Bei zeitlicher Dringlichkeit kann eine Urabstimmung verlangt werden.

7.5 Ausserordentliche Mitglieder haben kein Stimmrecht.

Für standespolitische Fragen sind nur Zertifikatsinhaber stimmberechtigt.

7.6 Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse in offener Abstimmung. Durch Mehrheitsbeschluss kann geheime Abstimmung angeordnet werden. Aufnahme von neuen Mitgliedern, Ernennung von Ehrenmitgliedern und Wahlen werden hingegen in geheimer Abstimmung durchgeführt.

Unter Vorbehalt von 3.2.1, 3.2.2, 5.2, 13.1 und 14.1 gilt das einfache Stimmenmehr. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. Auch Abstimmungen auf schriftlichem Wege (Urabstimmungen) sind möglich.

7.7 Die Mitgliederversammlung hat folgende Befugnisse:

- Abnahme des Jahresberichtes, der Jahresrechnung und Entlastung der Vereinsorgane.

- Wahl des Präsidenten und der übrigen Vorstandsmitglieder sowie der Kontrollstelle.

-  Verleihung der Ehrenmitgliedschaft und Ernennung korrespondierender Mitglieder.

- Festsetzung der Mitgliederbeiträge.

- Aufnahme von Mitgliedern, die durch den Vorstand vorgeschlagen werden.

- Aufstellen von Richtlinien für die Tätigkeit der Gesellschaft

- Festlegung der Richtlinien für die Ausbildung von Ärzten in klinischer Neurophysiologie und die Erteilung von Zertifikaten.

- Beschlussfassung über alle Fragen, die ihr vom Vorstand zur Entscheidung vorgelegt werden.

- Entscheidung über Anträge aus dem Kreise der Mitglieder.

- Änderung der Statuten.

- Auflösung der Gesellschaft.

7.8 Delegierte
Die Mitgliederversammlung beauftragt in der Regel Mitglieder des Vorstandes, unter Umständen aber auch andere Gesellschaftsmitglieder mit Vertretungen in anerkannten, für die Interessen der Gesellschaft wichtigen Organisationen, insbesondere in der IFCN.

 

ART. 8  Vorstand

8.1 Der Vorstand besteht aus 5 - 7 Mitgliedern, nämlich Präsident, Vizepräsident, Sekretär, Quästor und Beisitzern und wird von der Mitgliederversammlung in geheimer Wahl gewählt.

8.2 Die Amtsperiode beträgt 2 Jahre. Eine zweimalige Wiederwahl für eine weitere Amtsdauer ist möglich. Ununterbrochene Mitgliedschaft im Vorstand von mehr als 6 Jahren ist nicht möglich, ausgenommen als Altpräsident (8.3) sowie als neugewählter Präsident für eine weitere Amtsperiode.

8.3 Der abtretende Präsident bleibt ex officio als "Altpräsident" während eines weiteren Jahres Mitglied des Vorstandes (als Beisitzer) .

8.4 Der Vorstand ist beschlussfähig bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte seiner Mitglieder. Er fasst seine Beschlüsse mit einfachem Mehr der Anwesenden. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Präsident. Der Vorstand kann seine Beschlüsse auch auf dem Wege der schriftlichen Zustimmung zu einem gestellten Antrag fassen; für solche Beschlüsse ist 2/3-Mehrheit der Vorstandsmitglieder erforderlich.

8.5 Der Präsident, im Verhinderungsfalle der Vizepräsident, beruft die Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen ein und leitet sie. Er sorgt für den Vollzug der Vereinsbeschlüsse und vertritt den Verein nach aussen.

8.6 Der Vorstand leitet den Verein, erstellt das Arbeitsprogramm und entscheidet über alle Geschäfte, die nicht in die Zuständigkeit der Mitgliederversammlung fallen. Er ist befugt, Geschäftsreglemente zu erlassen.

 

ART. 9  Kommissionen

9.1 Zum Studium und zur Beratung von Fragen, die das Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft berühren, kann der Vorstand Kommissionen einsetzen. Er umschreibt ihre Aufgaben und Befugnisse.

9.2 Die Kommissionen erstatten dem Vorstand regelmässig Bericht über ihre Tätigkeit und reichen ihm Anträge ein.

9.3 Ohne ausdrückliche Erneuerung erlischt das Mandat der Kommissionen auf Ende einer Amtsperiode des Vorstandes.

 

ART. 10 Kontrollstelle

10.1 Die Mitgliederversammlung bezeichnet für eine zweijährige Amtsdauer eine Kontrollstelle, welche aus zwei Rechnungsrevisoren und einer Ersatzperson besteht: diese sind wiederwählbar.

 

ART. 11 Rechnungswesen

11.1 Die Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag, der von der Mitgliederversammlung auf Antrag des Vorstandes festgesetzt wird.

11.2 Für die Verbindlichkeiten des Vereins haftet nur dessen Vermögen; jede persönliche Haftbarkeit ist ausgeschlossen.

11.3 Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.


11.4 Die Einkünfte des Vereins setzen sich zusammen aus:

- den Mitgliederbeiträgen

- den übrigen Einnahmen, wie Reinertrag aus Veranstaltungen, Zuwendungen sowie Vermögenserträgnissen.

11.5 Der Einzug der Beiträge erfolgt im ersten Quartal eines jeden Kalenderjahres. Mitglieder, die nach dem 1. Juli eintreten, bezahlen den halben Jahresbeitrag.

 

ART. 12 Wissenschaftliche Veranstaltungen

12.1 Die ordentliche wissenschaftliche Tagung findet jährlich mindestens einmal, in der Regel in Verbindung mit der Mitgliederversammlung (Art. 7.2) statt.

12.2 Mitglieder und von ihnen eingeführte Gäste sind vortragsberechtigt

 

ART. 13 Statutenänderungen

13.1 Die Statuten können durch Vereinsbeschluss, welchem zwei Drittel der anwesenden Mitglieder zustimmen müssen, geändert werden.

 

ART. 14 Auflösung

14.1 Die Auflösung der Gesellschaft kann an der Mitgliederversammlung durch 2/3 der anwesenden Mitglieder beantragt werden. In diesem Falle hat eine schriftliche Urabstimmung, zu der alle Mitglieder der Gesellschaft aufgefordert werden, zu erfolgen. Ergibt sich hierbei eine Mehrheit von 2/3 der abgegebenen Stimmen für die Auflösung, so ist diese beschlossen.

14.2 Im Falle der Auflösung der Gesellschaft soll deren Vermögen zur Förderung der klinischen Neurophysiologie in der Schweiz Verwendung finden. Auch eine gemeinnützige Anwendung ist möglich. Die Mitgliederversammlung wird hierüber Beschluss fassen.

 

 

Lugano, 1. Juni 2007

 

 

Prof. Dr. P. Fuhr                   Dr. A. Studer

Präsident                            Sekretär